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Advent in Kroatien: Immer mehr Städte deckeln die Preise – Standbetreiber sind unzufrieden

Von Kroatien News Redaktion·04. November 2026 um 09:50

Advent in Kroatien: Immer mehr Städte deckeln die Preise – Standbetreiber sind unzufrieden

Fritule, Bratwürste und Glühwein gehören zu den Klassikern kroatischer Weihnachtsmärkte. Doch die Preise sorgen zunehmend für Diskussionen. Nach Pula und Split will auch Osijek die Kosten für ausgewählte Produkte auf den Adventsmärkten begrenzen. Während viele Besucher die Idee begrüßen, warnen Standbetreiber vor wirtschaftlichen Problemen.

Städte wollen den Advent für alle erschwinglich machen

In Kroatien wächst der Druck, die Preise auf den beliebten Adventsmärkten im Rahmen zu halten. In den vergangenen Jahren sind Speisen und Getränke auf manchen Weihnachtsmärkten für viele Besucher deutlich teurer geworden. Ein Besuch mit der Familie kann dadurch schnell ins Geld gehen.

Mehrere Städte reagieren nun mit Preisobergrenzen für ausgewählte Produkte. Das Ziel: Die Menschen sollen die vorweihnachtliche Atmosphäre genießen können, ohne für einfache Speisen und Getränke tief in die Tasche greifen zu müssen.

Poreč setzt bereits seit mehreren Jahren auf ein solches Modell. In diesem Jahr ziehen unter anderem Pula und Split nach. Auch Osijek hat angekündigt, bestimmte Preise auf seinem Adventmarkt zu begrenzen.

Diese Preise gelten in Pula und Split

In Pula darf eine Portion Fritule, das traditionelle kroatische Schmalzgebäck, höchstens drei Euro kosten. Auch Glühwein, heiße Schokolade und Kakao sind auf maximal drei Euro begrenzt. Für Tee und Wasser gilt eine Obergrenze von zwei Euro. Hotdogs, Hamburger und Kabeljaugerichte dürfen höchstens fünf Euro kosten.

Split geht bei einigen Produkten noch weiter: Dort dürfen Hotdogs und Würstchen maximal drei Euro kosten. Auch Glühwein und heiße Schokolade sind auf drei Euro begrenzt. Eine Portion Fritule darf höchstens vier Euro kosten, Tee 2,50 Euro und eine Flasche Wasser mit mindestens einem halben Liter zwei Euro.

Die Vorgaben betreffen jeweils ausgewählte Produkte. Für andere Speisen und Getränke können die Anbieter ihre Preise weiterhin selbst festlegen.

Osijek zieht nach – konkrete Preise stehen noch aus

Auch Osijek möchte die Adventsangebote für Einheimische und Gäste erschwinglicher machen. Bürgermeister Ivan Radić kündigte an, dass die Stadt Höchstpreise für bestimmte Produkte festlegen wird.

Welche Speisen und Getränke genau betroffen sein werden und wie hoch die Preisgrenzen ausfallen, war zunächst noch nicht bekannt.

Der Advent in Osijek soll vom 28. November 2026 bis zum 1. Januar 2027 auf dem Platz Trg Svetog Trojstva in der historischen Altstadt Tvrđa stattfinden.

Standbetreiber kritisieren die Preisvorgaben

Während viele Besucher günstigere Preise begrüßen, sehen einige Gastronomen die Entwicklung kritisch. Sie verweisen auf gestiegene Einkaufspreise, höhere Löhne und weitere Betriebskosten. Wenn Verkaufspreise begrenzt werden, müsse aus ihrer Sicht auch die Miete für die Adventshütten berücksichtigt werden.

In Pula äußerten sich Anbieter bereits deutlich skeptisch. Einige halten die Vorgaben für wirtschaftlich schwierig und fordern, die Kosten für die Standplätze entsprechend zu senken. Andere weisen darauf hin, dass Betriebe unterschiedliche Zutaten, Rezepturen und Kostenstrukturen haben und deshalb nicht alle Produkte zu denselben Preisen anbieten können.

Die Diskussion zeigt den Konflikt zwischen dem Wunsch nach erschwinglichen Weihnachtsmärkten und den wirtschaftlichen Interessen der Anbieter.


Wird der Advent dadurch attraktiver?

Die kroatische Regierung unterstützt grundsätzlich das Ziel, die Adventsmärkte für ein breites Publikum zugänglich zu halten. Tourismusminister Tonči Glavina betonte, dass die heimische Bevölkerung für den Erfolg dieser Veranstaltungen besonders wichtig sei. Bezahlbare Angebote könnten dazu beitragen, mehr Besucher anzuziehen.

Ob die Preisbegrenzungen tatsächlich zu mehr Gästen führen und wie sich die Maßnahmen auf die Qualität und Vielfalt des Angebots auswirken, wird sich während der Adventszeit zeigen.

Fest steht: In Kroatien ist eine Debatte darüber entbrannt, wie viel ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt kosten darf – und wer die Rechnung für günstigere Preise am Ende trägt.

Foto: KI

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