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Kroatien erlebt historische Demütigung: 0:7 gegen England

Von Kroatien News Redaktion·03. Oktober 2026 um 19:54

Kroatien erlebt historische Demütigung: 0:7 gegen England

Was sich am Samstagabend in Rijeka abspielte, lässt sich kaum anders beschreiben als eine der größten Blamagen in der Geschichte des kroatischen Fußballs. Kroatien verlor das Nations-League-Spiel gegen England mit 0:7 – und kassierte damit eine Niederlage, die in ihrer Dimension selbst die bisherige historische 0:6-Pleite gegen Spanien aus dem Jahr 2018 übertrifft.

Dabei ging es nicht gegen irgendeinen Außenseiter. England trat mit einer Mannschaft an, die gespickt ist mit Weltklasse- und Topspielern aus der Premier League und anderen europäischen Spitzenklubs. Kroatien dagegen ist das Land, das 2018 Vizeweltmeister und 2022 WM-Dritter wurde. Eine Nationalmannschaft, die über Jahre für Charakter, Kampfgeist und taktische Disziplin stand.

Davon war in Rijeka nahezu nichts zu sehen.

Von der ersten Minute an völlig überfordert

England benötigte gerade einmal acht Minuten, um die kroatische Defensive erstmals zu überwinden. Harry Kane eröffnete den Torreigen, bevor Jude Bellingham in der 21. Minute nachlegte. Anthony Gordon erhöhte in der 39. Minute auf 3:0, ehe Bukayo Saka unmittelbar vor der Pause das 4:0 erzielte.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Partie entschieden.

Doch Kroatien fand auch nach der Pause keinen Zugriff. Kane traf erneut, Saka legte seinen zweiten Treffer nach und Morgan Rogers setzte in der Schlussphase den Schlusspunkt zum 7:0. Die Torfolge laut aktuellem Spielstand: Kane (8., 53.), Bellingham (21.), Gordon (39.), Saka (45., 68.) und Rogers (87.).

Es war nicht einfach ein schlechter Abend. Es war ein kompletter Zusammenbruch.

Nicht die Färöer – sondern Kroatien

Natürlich muss man England Respekt zollen. Die Engländer spielten druckvoll, kombinierten schnell und nutzten die Räume konsequent.

Aber genau deshalb fällt das Ergebnis umso schwerer ins Gewicht.

Es waren nicht die Färöer-Inseln, gegen die England hier sieben Tore schoss – bei allem Respekt vor den Färöern. Es war Kroatien.

Eine Mannschaft, die vor wenigen Jahren noch zu den erfolgreichsten Nationalteams der Welt gehörte. Eine Mannschaft mit Luka Modrić, mit Spielern aus den größten europäischen Vereinen und mit einer Innenverteidigung, deren individuelle Marktwerte zu den höchsten im Weltfußball gehören.

Und trotzdem wirkte Kroatien über weite Strecken wie eine Mannschaft, die überhaupt nicht wusste, wie sie mit dem englischen Druck umgehen sollte.

Eine Abwehr, die völlig auseinanderfiel

Besonders bitter ist der Blick auf die Defensive. Gerade von Spielern mit internationalem Spitzenformat müsste man in einem solchen Spiel erwarten, dass sie Verantwortung übernehmen und eine Mannschaft stabilisieren.

Stattdessen öffneten sich immer wieder Räume, Zweikämpfe gingen verloren und England konnte teilweise nahezu ungestört in den kroatischen Strafraum kombinieren.

0:7 gegen England.

Damit steht Kroatien vor einer Niederlage, die in dieser Form einen historischen Platz in den Annalen der Nationalmannschaft einnehmen wird. Die bisher höchste Niederlage seit der kroatischen Unabhängigkeit war das 0:6 gegen Spanien in der Nations League 2018.

Nun steht eine neue, noch deutlichere Zahl im Raum.


Von der goldenen Generation ist heute nichts zu sehen

Luka Modrić und seine Mitspieler haben Kroatien in den vergangenen Jahren Momente geschenkt, die wohl für immer mit der Geschichte des Landes verbunden bleiben werden.

WM-Finale 2018.
WM-Dritter 2022.
Nations-League-Finale 2023.

Diese Mannschaft hat sich ihren Platz in der kroatischen Fußballgeschichte längst verdient.

Doch genau deshalb tut eine solche Vorstellung besonders weh.

Denn an diesem Abend fehlte fast alles, was Kroatien über Jahre ausgezeichnet hat: Mut, Ordnung, Widerstandsfähigkeit und der unbedingte Wille, sich gegen einen überlegenen Gegner zu stemmen.

England musste heute nicht einmal außergewöhnlich viel tun, um Kroatien auseinanderzunehmen.

Und vielleicht ist genau das der erschreckendste Teil dieser Niederlage.

0:7. Eine Zahl, die für sich spricht – und einen Abend beschreibt, den der kroatische Fußball so schnell wie möglich vergessen möchte.


Foto: KI

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