Kroatien verliert 1:2 gegen Spanien – starke erste Halbzeit reicht nicht zum Punktgewinn
Von Kroatien News Redaktion·06. Oktober 2026 um 22:42

Kroatien hat die erhoffte Reaktion auf die historische 0:7-Niederlage gegen England nur teilweise zeigen können. Die Vatreni führten im heimischen Split gegen Spanien zunächst verdient mit 1:0, mussten sich am Ende aber mit 1:2 geschlagen geben. Ivan Perišić brachte Kroatien in der 17. Minute in Führung, ehe Mikel Merino die Partie mit zwei Treffern zugunsten der Spanier drehte.
Nach dem desolaten Auftritt gegen England präsentierte sich Kroatien von Beginn an mit einer völlig anderen Körpersprache. Die Mannschaft von Slaven Bilić trat mutiger auf, arbeitete konzentriert gegen den Ball und suchte auch selbst immer wieder den Weg nach vorne.
Perišić bringt Kroatien früh in Führung
Die starke Anfangsphase wurde in der 17. Minute belohnt. Ivan Perišić erzielte das 1:0 und sorgte damit für einen emotionalen Moment im Stadion in Split.
Für Kroatien war der Treffer nach der historischen Pleite gegen England besonders wichtig. Die Mannschaft hatte sich vorgenommen, eine Reaktion zu zeigen – und in der ersten Halbzeit war davon auch deutlich etwas zu sehen.
Die Kroaten standen kompakter als noch gegen England und ließen Spanien zunächst deutlich weniger Raum. Gleichzeitig gelang es immer wieder, selbst offensive Akzente zu setzen.
Mit der 1:0-Führung ging Kroatien schließlich in die Pause.
Nach der Pause verliert Kroatien an Kontrolle
Allerdings konnte die Mannschaft dieses Niveau nicht über die gesamten 90 Minuten halten. In der zweiten Halbzeit wurde Spanien zunehmend stärker, während Kroatien etwas die Kontrolle über das Spiel verlor.
Die ganz große Dominanz aus der ersten Hälfte war nicht mehr vorhanden. Spanien kam häufiger in gefährliche Situationen und erhöhte den Druck auf die kroatische Defensive.
In der 61. Minute fiel schließlich der Ausgleich. Mikel Merino traf zum 1:1.
Kroatien musste nun noch mehr gegen einen Gegner verteidigen, der immer besser ins Spiel fand. Die Partie war damit wieder völlig offen.
Merino dreht das Spiel
Spanien blieb gefährlich und kam in der Schlussphase tatsächlich zum entscheidenden Treffer.
In der 88. Minute war es erneut Merino, der den Ball im kroatischen Tor unterbrachte. Aus dem 1:0 war damit innerhalb einer Halbzeit ein 1:2 geworden.
Für Kroatien war es besonders bitter, weil die Mannschaft nach dem starken ersten Durchgang lange auf einen Punktgewinn hoffen durfte.
Perišić sieht umstrittene zweite Gelbe Karte
Für zusätzliche Diskussionen sorgte die Szene um Ivan Perišić. Der Torschütze musste in der 79. Minute mit Gelb-Rot vom Platz.
Die zweite Verwarnung war aus kroatischer Sicht äußerst diskutabel. Perišić, der Kroatien mit seinem Treffer zunächst auf die Siegerstraße gebracht hatte, musste damit die Schlussphase von außen verfolgen.
Allerdings sollte der Platzverweis nicht als alleinige Erklärung für die Niederlage dienen. Kroatien hatte bereits zuvor in der zweiten Halbzeit nachgelassen und Spanien deutlich mehr Spielanteile überlassen. Der Platzverweis verschärfte die Situation zwar zusätzlich, doch die Entwicklung des Spiels hatte bereits vorher in eine andere Richtung gezeigt.
Deutliche Reaktion nach dem 0:7 – aber wieder keine Punkte
Trotz der Niederlage fällt die Bewertung des Abends für Kroatien differenzierter aus als nach dem 0:7 gegen England.
Die Mannschaft zeigte insbesondere in der ersten Halbzeit, dass sie nach dem historischen Rückschlag reagieren kann. Einsatz, Körpersprache und defensive Ordnung waren deutlich besser als noch wenige Tage zuvor.
Gleichzeitig offenbarte die Partie aber auch weiterhin Probleme. Kroatien konnte das Niveau der ersten 45 Minuten nicht über die gesamte Spielzeit halten und verlor nach der Pause zunehmend den Zugriff auf das Spiel.
Am Ende steht deshalb eine 1:2-Niederlage gegen Spanien.
Für die Vatreni ist es eine weitere Partie ohne Punkte, doch zumindest die erste Halbzeit und die Reaktion auf das England-Debakel geben Anlass zu etwas mehr Zuversicht.
Ivan Perišić hatte Kroatien in der 17. Minute in Führung gebracht. Mikel Merino sorgte mit seinen Treffern in der 61. und 88. Minute schließlich für die Wende. Dazwischen und danach zeigte sich ein Kroatien, das deutlich engagierter auftrat als beim historischen 0:7 – aber noch immer nicht konstant genug ist, um gegen einen Gegner wie Spanien über 90 Minuten zu bestehen.
Foto: Screenshot / KI



