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Neue Bilder der Kantrida: So spektakulär könnte Rijekas neues Stadion aussehen

Von Kroatien News Redaktion·09. Oktober 2026 um 07:37

Neue Bilder der Kantrida: So spektakulär könnte Rijekas neues Stadion aussehen

Ein Stadion direkt am Meer, die charakteristischen Felsen im Hintergrund und eine Architektur, die sich an die einzigartige Landschaft anpasst: Neue Visualisierungen zeigen, wie das legendäre Stadion Kantrida in Rijeka künftig aussehen könnte. Geplant ist weit mehr als eine reine Fußballarena – das Projekt soll zu einem ganzjährig genutzten Treffpunkt für Sport, Kultur und Veranstaltungen werden.

Das Stadion Kantrida gehört zu den bekanntesten Fußballstandorten Kroatiens. Die besondere Lage zwischen den steilen Felsen und der Adria machte es zu einem Wahrzeichen von Rijeka. Seit 2015 trägt der HNK Rijeka seine Heimspiele allerdings im Stadion Rujevica aus. Die Hoffnung auf eine Rückkehr an den traditionsreichen Standort ist seitdem nie ganz verschwunden.

Nun sorgen neue Einblicke in das architektonische Konzept erneut für Aufmerksamkeit. Verantwortlich für den Entwurf ist der Architekt Siniša Zdjelar vom ZDL Studio. Bei der Planung stand vor allem eine Frage im Mittelpunkt: Wie lässt sich ein modernes Fußballstadion bauen, ohne den unverwechselbaren Charakter der Kantrida zu verlieren?

Keine gewöhnliche Fußballarena

Die Architekten wollten bewusst vermeiden, ein Stadion zu entwerfen, das genauso gut an einem beliebigen anderen Ort stehen könnte. Stattdessen soll das Gebäude auf die besondere Topografie und die unmittelbare Nähe zum Meer zugeschnitten sein.

Vorgesehen ist eine geschwungene, muschelförmige Architektur, die sich in die Umgebung einfügt und den Blick auf die Adria öffnet. Auch die markanten Felsen, die das bisherige Stadion prägen, sollen erhalten bleiben und in das neue Konzept integriert werden.

Ein besonderer Platz ist der Nordtribüne zugedacht. Dort soll traditionell die lautstarke Fangruppierung Armada stehen. Die Verbindung zwischen der neuen Stadionarchitektur, den Felsen und der Geschichte des Vereins soll damit sichtbar bleiben.

Platz für bis zu 20.000 Zuschauer

Bei der Kapazität orientiert sich der Entwurf an den Bedürfnissen des HNK Rijeka. Nach Angaben des Architekten gilt eine Größenordnung von 12.000 bis 15.000 Zuschauern als sinnvoll. Die Konstruktion könnte jedoch auch eine Erweiterung auf knapp 20.000 Plätze ermöglichen.

Eine solche Kapazität wäre aus Sicht der Planer realisierbar, ohne das gesamte Konzept grundlegend verändern zu müssen. Deutlich größere Stadien mit 25.000 oder 30.000 Plätzen würden dagegen zusätzliche bauliche Maßnahmen und entsprechend höhere Kosten erfordern.

Mehr als Fußball: Konzerte, Veranstaltungen und Kultur

Das Konzept versteht die Kantrida nicht nur als Spielstätte für den HNK Rijeka. Die Anlage soll vielmehr als multifunktionale Arena das ganze Jahr über genutzt werden können.

Neben Fußballspielen wären beispielsweise Konzerte, große Veranstaltungen, Ausstellungen und andere kulturelle Angebote denkbar. Damit soll das Stadion auch außerhalb des Spielbetriebs für die Bevölkerung zugänglich sein und zusätzliche wirtschaftliche Impulse für Rijeka schaffen.

Zum größeren Komplex gehört außerdem die Planung eines Hotels mit etwa 150 bis 200 Zimmern. Die Kombination aus Sport, Tourismus und Veranstaltungen soll dazu beitragen, die Anlage langfristig wirtschaftlich tragfähig zu machen.


Rückkehr an die Kantrida bleibt das große Ziel

Der Weg zu einem neuen Stadion ist allerdings komplizierter als die beeindruckenden Bilder vermuten lassen. Das bisher diskutierte Projekt des Klubpräsidenten Damir Mišković sah neben dem Stadion auch ein Hotel und drei Hochhäuser vor. Diese ursprüngliche Variante wird von der aktuellen Stadtverwaltung nicht unverändert weiterverfolgt.

Die Stadt Rijeka hat die Rückkehr an die Kantrida dennoch weiterhin zur Priorität erklärt. Im Mittelpunkt stehen inzwischen die Klärung rechtlicher und planerischer Voraussetzungen sowie die Suche nach einem tragfähigen Finanzierungsmodell. Dabei werden öffentliche Mittel, eine mögliche Beteiligung des Staates und private Investitionen geprüft.

Die neuen Visualisierungen sind deshalb noch keine Garantie dafür, dass das Stadion genau in dieser Form gebaut wird. Das endgültige architektonische Konzept, die Finanzierung und der Zeitplan müssen erst festgelegt werden.

Für die Fans von Rijeka bleibt die Vorstellung einer modernen Arena unter den charakteristischen Felsen dennoch ein besonderes Versprechen: die Rückkehr des Vereins an einen der außergewöhnlichsten Fußballstandorte Europas.


Foto: ZDL Studio

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