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Neue Preisregeln für Restaurants ab Oktober vorerst gestoppt – Unternehmer gehen trotzdem auf die Straße

Von Kroatien News Redaktion·28. September 2026 um 19:34

Neue Preisregeln für Restaurants ab Oktober vorerst gestoppt – Unternehmer gehen trotzdem auf die Straße

Eigentlich sollten ab dem 1. Oktober neue Regeln für die sogenannte „Ankerpreis“-Regelung gelten. Davon wären nicht nur Händler, sondern auch zahlreiche Dienstleister betroffen gewesen – darunter auch Restaurants und Cafés. Jetzt zieht die kroatische Regierung kurzfristig die Notbremse und verschiebt die geplanten Änderungen.

Regierung reagiert wenige Tage vor dem geplanten Start

Wirtschaftsminister Ante Šušnjar kündigte am Montag an, dass die Regelungen, die ab dem 1. Oktober gelten sollten, zurückgezogen werden. Stattdessen soll im November eine vereinfachte Version vorbereitet werden, die unter anderem Ausnahmen für bestimmte Unternehmen vorsieht.

Der Minister erklärte, er habe in den vergangenen Tagen Rückmeldungen von Handwerkern, Unternehmern und Händlern eingeholt. Dabei sei deutlich geworden, dass die geplanten Vorgaben möglicherweise zu weit gefasst waren oder den betroffenen Unternehmen nicht ausreichend Zeit zur Vorbereitung gelassen hätten.

Damit wird eine Regelung, die unmittelbar vor ihrer Einführung stand, zunächst wieder auf Eis gelegt.

Was hätte sich für Restaurants und Cafés geändert?

Besonders interessant ist die Regelung für die Gastronomie. Restaurants, Cafés und andere Dienstleistungsbetriebe sollten neben dem aktuellen Preis künftig auch einen Referenzpreis ausweisen.

Dabei sollte für neu einbezogene Dienstleistungen grundsätzlich der Preis herangezogen werden, der am 10. September 2026 gegolten hatte.

Für ein Restaurant hätte das beispielsweise bedeuten können: Kostete ein Gericht am 10. September 12 Euro und wurde der Preis anschließend auf 14 Euro erhöht, hätte neben dem aktuellen Preis auch der entsprechende Referenzpreis dargestellt werden müssen.

Die Regelung hätte damit auch Auswirkungen auf Speisekarten und Preislisten gehabt.

Nicht nur Restaurants wären betroffen gewesen

Die geplanten Änderungen gingen deutlich über die Gastronomie hinaus. Auch andere Dienstleister und Unternehmen sollten entsprechende Preisangaben machen.

Zudem waren für Händler und Dienstleister mit eigenen Internetseiten zusätzliche Anforderungen an die Veröffentlichung ihrer Preislisten vorgesehen. Händler sollten aktualisierte Preislisten regelmäßig veröffentlichen, während Dienstleister die Angaben nach Preisänderungen anpassen sollten.

Für kleinere Unternehmen hätte dies zusätzlichen administrativen Aufwand bedeutet.

Unternehmer protestieren trotzdem

Obwohl die Regierung die Einführung nun verschiebt, bleibt der angekündigte Protest der Unternehmer bestehen.

Der Verband Glas poduzetnika teilte mit, dass die Demonstration „Dosta je nameta“ am 10. Oktober in Zagreb weiterhin stattfinden soll. Die Ankerpreise seien schließlich nur einer von mehreren Kritikpunkten.

Die Unternehmer fordern unter anderem besser vorhersehbare Regeln, weniger Bürokratie, ausreichend Zeit für die Umsetzung neuer Vorschriften und eine stärkere Beteiligung der Wirtschaft bei der Ausarbeitung neuer Regelungen.

Aus Sicht des Verbandes reicht eine Verschiebung allein nicht aus. Entscheidend sei, dass im November nicht einfach dieselbe Verpflichtung mit einem neuen Starttermin zurückkomme.


Für Restaurants heißt es vorerst: keine neue Preisangabe ab 1. Oktober

Für Restaurant- und Cafébetreiber bedeutet die aktuelle Entscheidung zunächst eine Entlastung. Die ursprünglich für den 1. Oktober vorgesehenen neuen Vorgaben treten in dieser Form nicht in Kraft.

Allerdings ist damit noch nicht endgültig geklärt, wie die zukünftigen Regeln aussehen werden. Im November soll eine neue, vereinfachte Regelung vorgestellt werden.

Für die Gastronomie bleibt deshalb vor allem eine Frage offen: Welche Vorgaben kommen tatsächlich im November – und welche Restaurants werden am Ende davon betroffen sein?


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