Zurück in die Heimat statt weiter im Ausland: Junge Familie baut sich in Uskoplje eine eigene Zukunft auf
Von Kroatien News Redaktion·05. November 2026 um 11:12

Viele Menschen aus Kroatien und Bosnien und Herzegowina leben und arbeiten heute in Deutschland oder Österreich. Doch manche träumen davon, eines Tages zurückzukehren. Ivan Brkić hat diesen Schritt gewagt. Nach Jahren im Ausland entschied er sich gemeinsam mit seiner Frau Lucija für einen Neuanfang in seiner Heimat Uskoplje. Heute betreibt die junge Familie eine eigene Landwirtschaft mit Milchkühen und stellt Käse her. Das kroatische Fernsehen HRT hat die bewegende Geschichte der Familie vorgestellt.
Für viele Auswanderer bleibt die Heimat ein Ort, zu dem sie irgendwann zurückkehren möchten. Man arbeitet im Ausland, baut sich dort ein Leben auf und denkt doch immer wieder daran, wie es wäre, wieder in der eigenen Heimat zu leben. Für Ivan Brkić wurde aus diesem Gedanken schließlich eine Entscheidung.
In einem Beitrag des kroatischen Fernsehens HRT wurde die Geschichte des jungen Rückkehrers und seiner Familie vorgestellt. Nachdem Ivan sowohl in Kroatien als auch in Österreich gearbeitet hatte, entschloss er sich, nach Uskoplje in Bosnien und Herzegowina zurückzukehren. Gemeinsam mit seiner Frau Lucija wollte er nicht einfach nur wieder dort leben, sondern sich etwas Eigenes aufbauen – eine Zukunft für die Familie, die auf eigener Arbeit und einem selbstständigen Betrieb basiert.
Vom Leben im Ausland zum eigenen Bauernhof
Statt weiterhin im Ausland zu arbeiten, setzte Ivan auf die Landwirtschaft. Die Familie gründete einen eigenen Hof, schaffte Milchkühe an und begann mit der Herstellung von Käse.
Was zunächst ein mutiger Neuanfang war, ist inzwischen zu einem eigenen Familienbetrieb geworden. Die Arbeit auf dem Hof ist anspruchsvoll und verlangt Einsatz – doch Ivan und Lucija haben sich bewusst für diesen Weg entschieden.
Auch Lucija tauschte das städtische Leben gegen den Alltag auf dem Land. Gemeinsam bewirtschaftet das Paar den Hof und arbeitet daran, den Betrieb weiterzuentwickeln.
Ihre Geschichte macht deutlich: Die Rückkehr in die Heimat muss nicht zwangsläufig bedeuten, beruflich einen Schritt zurückzugehen. Wer eine Idee, den nötigen Einsatz und einen realistischen Plan mitbringt, kann sich auch in der eigenen Heimat eine wirtschaftliche Grundlage schaffen.
„Man kann auch in der Heimat vom eigenen Betrieb leben“
Eine wichtige Botschaft der Familie: Es ist durchaus möglich, mit eigener Arbeit in der Heimat seinen Lebensunterhalt zu verdienen.
Natürlich ist der Aufbau eines landwirtschaftlichen Betriebs kein einfacher Weg. Es braucht Investitionen, Ausdauer und viel tägliche Arbeit. Doch Ivan Brkić möchte zeigen, dass man nicht unbedingt dauerhaft im Ausland bleiben muss, um sich und seiner Familie eine Zukunft aufzubauen.
Gerade für junge Menschen und Familien, deren Wurzeln in Bosnien und Herzegowina oder Kroatien liegen, könnte diese Geschichte ein Denkanstoß sein. Viele kennen das Gefühl, zwischen dem Leben im Ausland und der Verbundenheit mit der Heimat zu stehen.
Ein Beispiel für junge Familien in Deutschland und Österreich
Mit seiner Entscheidung möchte Ivan auch andere ermutigen: Junge Familien, die heute in Deutschland oder Österreich leben, aber ursprünglich aus Kroatien oder Bosnien und Herzegowina stammen, sollen die Möglichkeit einer Rückkehr nicht vorschnell ausschließen.
Vielleicht liegt die Zukunft nicht immer dort, wo man gerade arbeitet. Vielleicht lässt sich mit einer guten Geschäftsidee, familiärem Zusammenhalt und viel Engagement auch in der Heimat etwas Eigenes schaffen.
Die Geschichte von Ivan und Lucija Brkić ist deshalb mehr als nur ein Bericht über einen Bauernhof und die Käseherstellung. Sie erzählt von einer bewussten Entscheidung, von Heimatverbundenheit und dem Mut, einen neuen Weg einzuschlagen.
Nicht jeder muss auswandern, um sich etwas aufzubauen. Manchmal bedeutet Zukunft auch, zurückzukehren – und dort etwas Neues zu beginnen, wo die eigenen Wurzeln liegen.
Grundlage dieses Artikels ist die Berichterstattung des kroatischen öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders HRT.
Foto: Screenshot / KI-optimiert



