35.000 Plätze, 205 Millionen Euro: Morgen wird Zagrebs neuer Maksimir vorgestellt
Von Kroatien News Redaktion·23. September 2026 um 18:15

In Zagreb steht ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem neuen Maksimir-Stadion bevor. Morgen wird erstmals das Siegerprojekt des internationalen Architektur- und Städtebauwettbewerbs für das neue Stadion und das Sportzentrum Svetice öffentlich vorgestellt.
Damit wird erstmals konkret sichtbar, wie die zukünftige Heimstätte von Dinamo Zagreb geplant ist und wie das gesamte Areal rund um Maksimir und Svetice künftig aussehen soll.
Die Präsentation findet um 13 Uhr in den Räumen der Architektenvereinigung von Zagreb am Ban-Jelačić-Platz statt.
Stadion für 35.000 Zuschauer
Das neue Maksimir-Stadion soll rund 35.000 überdachte Sitzplätze bieten und die Anforderungen der UEFA-Kategorie 4 erfüllen.
Damit soll Zagreb künftig über ein modernes Fußballstadion verfügen, das sowohl für die Heimspiele von Dinamo als auch für internationale Begegnungen geeignet ist.
Zum Projekt gehören außerdem drei zusätzliche Fußballplätze. Einer davon soll über eine eigene Tribüne mit rund 1.500 Sitzplätzen verfügen.
Auch eine Garage mit ungefähr 800 Stellplätzen ist vorgesehen.
Rund um Maksimir soll ein großes Sportzentrum entstehen
Das Projekt umfasst allerdings weit mehr als den Neubau des Fußballstadions.
Auch das angrenzende Sport- und Freizeitzentrum Svetice soll umfassend neu gestaltet werden.
Geplant sind unter anderem ein neues Leichtathletikstadion mit rund 2.000 Zuschauerplätzen sowie eine Handballhalle mit etwa 5.000 Plätzen.
Darüber hinaus ist eine multifunktionale Halle für Basketball und Futsal mit rund 3.000 Plätzen vorgesehen.
Damit soll in Zagreb ein großes Sportareal entstehen, das nicht ausschließlich dem Profifußball dient.
Kosten von rund 205 Millionen Euro
Auch finanziell ist das Vorhaben ein Großprojekt.
Der eigentliche Neubau des Maksimir-Stadions wird derzeit mit rund 175 Millionen Euro ohne Mehrwertsteuer veranschlagt.
Zusammen mit den zusätzlichen Fußballplätzen, der Garage und der Gestaltung des Umfelds beläuft sich die kalkulierte Summe auf rund 205 Millionen Euro ohne Mehrwertsteuer.
Die Kosten für das neue Stadion sollen je zur Hälfte von der kroatischen Regierung und der Stadt Zagreb getragen werden.
Kranjčevićeva als Übergangslösung
Bevor der neue Maksimir gebaut werden kann, muss zunächst das Stadion an der Kranjčevićeva-Straße fertiggestellt werden.
Das derzeit modernisierte Stadion soll als Übergangslösung dienen. Während des Abrisses des alten Maksimir und des anschließenden Neubaus sollen Dinamo Zagreb und Lokomotiva dort ihre Heimspiele austragen können.
Die Fertigstellung der neuen Kranjčevićeva ist derzeit für 2027 vorgesehen. Das Stadion soll mehr als 11.000 Zuschauerplätze bieten und ebenfalls die Anforderungen der UEFA-Kategorie 4 erfüllen.
Abriss des alten Maksimir ab 2027 geplant
Nach dem Umzug in die Kranjčevićeva könnte der bestehende Maksimir abgerissen werden.
Nach den derzeit bekannten Planungen soll der Abriss 2027 beginnen. Der eigentliche Bau des neuen Stadions könnte anschließend ab 2029 starten.
Die Fertigstellung des neuen Maksimir wird derzeit frühestens für 2030 erwartet.
Bis dahin muss der bestehende Stadionbetrieb entsprechend organisiert werden.
Ein Projekt mit langer Vorgeschichte
Der Neubau des Maksimir beschäftigt Zagreb bereits seit vielen Jahren.
Einen wichtigen Schritt gab es 2024, als die Stadt Zagreb, die kroatische Regierung und die Erzdiözese Zagreb eine Vereinbarung über die Grundstücksfragen rund um das Stadion und das Sportzentrum Svetice erzielten.
2025 folgte die Vereinbarung zwischen der Stadt und der Regierung über die gemeinsame Finanzierung des neuen Stadions.
Im Jahr 2026 wurde schließlich der internationale Architektur- und Städtebauwettbewerb für den neuen Maksimir und das Sportzentrum Svetice gestartet.
Nun folgt der nächste wichtige Schritt: Morgen wird das Siegerprojekt erstmals offiziell präsentiert.
Damit wird aus den bisherigen Plänen ein konkreter architektonischer Entwurf für eines der größten Sportprojekte in Zagreb. Für Dinamo Zagreb und die kroatische Hauptstadt beginnt damit eine neue Phase auf dem langen Weg zu einem neuen Maksimir.
FOTO: TOMISLAV MILETIC/PIXSELL



