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Großbrand auf Brač: Feuerwehr schützt Häuser vor den Flammen

Von Kroatien News Redaktion·11. September 2026 um 09:01

Großbrand auf Brač: Feuerwehr schützt Häuser vor den Flammen

Eine dramatische Nacht haben die Einsatzkräfte auf der kroatischen Insel Brač hinter sich. Ein großer Wald- und Vegetationsbrand, der am späten Donnerstagabend im Bereich von Ložišća ausbrach, entwickelte sich unter schwierigen Bedingungen zu einem gefährlichen Einsatz. Starker, wechselnder Wind trieb die Flammen immer wieder in neue Richtungen und brachte das Feuer zeitweise gefährlich nahe an bewohnte Gebiete. Die Feuerwehr konnte verhindern, dass Häuser in Ložišća und Gornja Bobovišća von den Flammen erfasst wurden.

Der Alarm ging nach Angaben der Feuerwehr um 22.13 Uhr ein. Das Feuer breitete sich auf schwer zugänglichem Gelände aus und erfasste vor allem Gras, niedriges Buschwerk und Macchia. Als besonders problematisch erwies sich der Wind, der im Verlauf der Nacht mehrfach die Richtung wechselte und dadurch die Arbeit der Einsatzkräfte erschwerte. Als wahrscheinlichste Ursache wird derzeit ein Blitzeinschlag vermutet.

Besonders angespannt war die Lage rund um Ložišća und Gornja Bobovišća. Die Flammen kamen den Siedlungen so nahe, dass vorsorglich Vorbereitungen für eine mögliche Evakuierung getroffen wurden. In Bobovišća na Moru standen Boote der Hafenbehörde, des kroatischen Bergrettungsdienstes und der Seepolizei bereit. Im äußersten Fall hätten Bewohner auf dem Seeweg in Richtung Sutivan gebracht werden können. Zu einer vollständigen Evakuierung kam es jedoch nicht.

Die Einsatzkräfte konzentrierten sich während der Nacht darauf, die Flammen von den Häusern fernzuhalten. Rund 70 Feuerwehrleute mit 20 Fahrzeugen aus den Freiwilligen Feuerwehren von Supetar, Bol, Pučišća, Selca und Milna kämpften stundenlang gegen den Brand. Zusätzlich wurden aus Sicherheitsgründen zeitweise eine örtliche Stromleitung abgeschaltet und eine Straße gesperrt.

Mit den ersten Stunden des Morgens wurde die Einsatzmannschaft nochmals deutlich verstärkt. Vom kroatischen Festland trafen weitere 33 Feuerwehrleute mit zehn Fahrzeugen auf Brač ein, außerdem wurden neun Kräfte aus dem operativen Gebiet Makarska hinzugezogen. Die Überfahrt erfolgte mit der Fähre. Gleichzeitig nahm die kroatische Luftlöschstaffel den Einsatz auf: Vier Canadair-Löschflugzeuge unterstützten die Bodentruppen aus der Luft.

Diese Kombination aus Bodeneinsatz und Luftunterstützung erwies sich als entscheidend, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. Am Freitagmorgen war die Situation nach Einschätzung der Einsatzleitung deutlich besser. Die Häuser waren zu diesem Zeitpunkt nicht mehr unmittelbar gefährdet. Allerdings brannte es im südlichen Teil des betroffenen Gebietes weiterhin offen, während an anderen Stellen immer wieder kleinere Brandherde aufflammten. Diese konnten nach Angaben der Feuerwehr rasch bekämpft werden.

Für die Einsatzkräfte bedeutete die Nacht dennoch einen Wettlauf gegen die Zeit. Gerade auf den kroatischen Inseln können Brände bei starkem Wind innerhalb kurzer Zeit große Flächen erfassen. Die Kombination aus trockenem Bewuchs, schwer zugänglichem Gelände und wechselnden Windverhältnissen macht es schwierig, eine einmal ausgebrochene Flamme zuverlässig einzudämmen. Kommt ein Brand gleichzeitig in die Nähe von Wohngebieten, müssen die Einsatzkräfte zudem ihre Kräfte zwischen dem eigentlichen Löschen und dem Schutz von Menschen und Gebäuden aufteilen.


Die Behörden appellieren deshalb erneut an Einheimische und Urlauber, angesichts der weiterhin günstigen Bedingungen für die Ausbreitung von Feuer äußerste Vorsicht walten zu lassen. Das Entzünden von Feuer im Freien ist in Kroatien derzeit streng verboten. Gleichzeitig wird davor gewarnt, sich aus Neugier dem Brandgebiet zu nähern, um Fotos oder Videos aufzunehmen. Schaulustige können sich nicht nur selbst in Gefahr bringen, sondern auch die Arbeit der Einsatzkräfte behindern.

Für Brač ist der jüngste Brand ein weiterer Hinweis darauf, wie schnell sich die Lage auf den dalmatinischen Inseln verändern kann. Noch am Abend mussten sich die Einsatzkräfte auf eine mögliche Evakuierung vorbereiten, wenige Stunden später war die unmittelbare Gefahr für die Häuser dank des massiven Einsatzes deutlich zurückgegangen. Die vollständige Sicherung des Brandgebietes blieb jedoch auch am Freitag eine wichtige Aufgabe. Denn erst wenn auch die letzten offenen Flammen und Glutnester gelöscht sind, ist die Gefahr eines erneuten Aufflammens gebannt.


Foto: Morski.hr

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