Kroatien vor Diesel-Rekord: 1,96 Euro erwartet – Deutschland liegt deutlich höher
Von Kroatien News Redaktion·18. September 2026 um 08:32

Für Autofahrer in Kroatien könnte es in der kommenden Woche erneut teurer werden. Der Preis für einen Liter Eurodiesel könnte auf 1,96 Euro steigen. Damit würde der Dieselpreis in Kroatien einen neuen Höchststand erreichen.
Derzeit liegt der Preis bei rund 1,85 Euro pro Liter. Sollte die erwartete Erhöhung um etwa 11 Cent tatsächlich kommen, würde die Zwei-Euro-Marke in Kroatien nur noch knapp unterschritten.
Diesel könnte um 11 Cent teurer werden
Die Entwicklung steht vor allem im Zusammenhang mit den gestiegenen Preisen auf den internationalen Energiemärkten. Die kroatischen Kraftstoffpreise werden regelmäßig neu festgelegt und orientieren sich unter anderem an der Entwicklung der Ölpreise.
Auch der sogenannte blaue Diesel, der unter anderem von Landwirten genutzt wird, könnte deutlich teurer werden. Hier wird ein Anstieg von derzeit etwa 1,40 Euro auf 1,51 Euro pro Liter erwartet.
Für Menschen und Unternehmen, die regelmäßig große Mengen Kraftstoff benötigen, bedeutet das eine zusätzliche Belastung.
Deutschland derzeit deutlich teurer
Für deutsche Leser ist dabei vor allem der Vergleich interessant: Trotz des möglichen Rekordpreises bleibt Diesel in Kroatien derzeit deutlich günstiger als in Deutschland.
In Deutschland lag der bundesweite Durchschnittspreis zuletzt bei rund 2,45 Euro pro Liter. Damit würde ein Liter Diesel in Kroatien selbst bei einem Anstieg auf 1,96 Euro noch rund 49 Cent weniger kosten.
Bei einem Tankvolumen von 50 Litern entspricht das einem Unterschied von knapp 25 Euro pro Tankfüllung.
Der mögliche Rekordpreis ist für Kroatien daher zweifellos eine deutliche Veränderung. Im Vergleich mit Deutschland zeigt sich allerdings, dass Autofahrer an kroatischen Tankstellen weiterhin wesentlich weniger für Diesel bezahlen.
Speditionen und Landwirtschaft besonders betroffen
Die steigenden Kraftstoffpreise sind nicht nur für private Autofahrer relevant. Besonders betroffen sind Transportunternehmen, die täglich große Mengen Diesel verbrauchen.
Höhere Betriebskosten können sich auch auf die Preise von Transportdienstleistungen und damit mittelbar auf Waren und andere Dienstleistungen auswirken.
Auch die Landwirtschaft steht unter zusätzlichem Kostendruck. Ein höherer Preis für blauen Diesel verteuert die Arbeit mit Traktoren und anderen landwirtschaftlichen Maschinen.
Staat versucht Preise zu begrenzen
Die kroatische Regierung hat bereits Maßnahmen ergriffen, um die Auswirkungen der hohen Kraftstoffpreise abzufedern. Dazu gehören unter anderem reduzierte Verbrauchsteuern auf Diesel.
Eine weitere Senkung würde allerdings zu erheblichen Einnahmeausfällen für den Staat führen.
In Kroatien werden pro Woche etwa 48 Millionen Liter Diesel verkauft. Bereits die derzeitigen Maßnahmen bedeuten für den Staat erhebliche Mindereinnahmen.
Damit steht die Regierung vor einem schwierigen Balanceakt: Einerseits sollen die Verbraucher und Unternehmen nicht noch stärker durch die steigenden Kraftstoffpreise belastet werden, andererseits kann der Staat die entstehenden Kosten nicht unbegrenzt übernehmen.
Entscheidung in der kommenden Woche
Ob der Dieselpreis tatsächlich auf 1,96 Euro pro Liter steigt, wird sich mit der nächsten Preisfestsetzung zeigen.
Für Kroatien wäre ein solcher Preis ein neuer Rekord und für viele Autofahrer eine spürbare Belastung. Gleichzeitig zeigt der Blick nach Deutschland, dass das Preisniveau dort derzeit noch deutlich höher liegt.
Kroatien könnte damit vor einem Diesel-Rekord stehen – doch selbst dann wäre der Kraftstoff an den kroatischen Tankstellen weiterhin erheblich günstiger als in Deutschland.
Foto: Duško Jaramaz / Pixsell



