Neuer Maksimir: Siegerentwurf ist offenbar noch nicht endgültig
Von Kroatien News Redaktion·25. September 2026 um 18:22

Nach der heftigen Kritik am Siegerentwurf für das neue Maksimir-Stadion gibt es nun eine interessante Entwicklung. Der gestern vorgestellte Entwurf ist offenbar noch nicht zwingend die endgültige Lösung.
Die HDZ hat sich nach den zahlreichen Reaktionen in der Öffentlichkeit zu dem Projekt geäußert. Krunoslav Katičić, Generalsekretär der Partei und Zagreber Stadtrat, erklärte, dass es sich bei dem präsentierten Projekt zunächst um den Vorschlag der Jury des Architekturwettbewerbs handle.
„Das ist nicht die endgültige Auswahl“
Katičić machte deutlich, dass die Jury ihre Entscheidung getroffen hat, der Prozess damit aber nicht automatisch abgeschlossen sein müsse.
Gleichzeitig verwies er auf die Reaktionen der Öffentlichkeit. Die zahlreichen kritischen Stimmen zum Erscheinungsbild des Stadions seien wahrgenommen worden.
Damit ist zumindest politisch klar: Die heftige Diskussion über den Siegerentwurf ist in Zagreb angekommen.
Siegerentwurf sorgt für heftige Kritik
Seit der Präsentation des neuen Maksimir wird das Projekt in den sozialen Netzwerken intensiv diskutiert.
Vor allem das äußere Erscheinungsbild des Stadions sorgt bei vielen Nutzern für Unverständnis. Zahlreiche Kommentare fallen deutlich kritisch aus, während andere den Entwurf verteidigen oder darauf hinweisen, dass die endgültige Gestaltung noch verändert werden könnte.
Besonders die offene Konstruktion mit den voneinander getrennten Tribünen sorgt für Diskussionen.
Damit geht es längst nicht mehr nur um die Frage, ob jemand persönlich ein Stadion schön oder hässlich findet. Diskutiert wird auch darüber, ob der Entwurf den Erwartungen an die zukünftige Heimstätte von Dinamo Zagreb entspricht.
Könnte sich der Entwurf noch verändern?
Die entscheidende Frage lautet nun: Was passiert mit dem Siegerprojekt?
Nach den aktuellen Aussagen ist der präsentierte Entwurf zunächst der Vorschlag der Wettbewerbsjury. Die beiden Investoren – die Stadt Zagreb und die kroatische Regierung – müssen die weiteren Schritte festlegen.
Ob der Entwurf in seiner jetzigen Form umgesetzt wird oder im weiteren Verfahren noch verändert wird, ist damit noch offen.
Von einer kompletten Aufhebung des Wettbewerbs oder einem Neustart kann derzeit allerdings nicht gesprochen werden. Dafür gibt es bislang keine bestätigte Entscheidung.
Auch Boban äußert sich
Auch Zvonimir Boban, Präsident von Dinamo Zagreb, hat auf die Diskussion reagiert.
Er erklärte, dass die heftigen Reaktionen bei einem Projekt dieser Größenordnung nicht ungewöhnlich seien. Gleichzeitig deutete er an, dass der aktuelle Entwurf nicht zwingend in jedem Detail unverändert bleiben müsse.
Damit besteht zumindest die Möglichkeit, dass im weiteren Planungsprozess noch Anpassungen vorgenommen werden.
Petition gegen den Entwurf gestartet
Die Kritik geht inzwischen auch über Kommentare in sozialen Netzwerken hinaus.
Gegen den vorgestellten Entwurf wurde bereits eine Petition gestartet. Die Initiatoren wollen erreichen, dass die Entscheidung noch einmal überprüft wird.
Wie viel Einfluss eine solche Petition auf die weiteren Entscheidungen haben wird, ist derzeit nicht absehbar.
Die Diskussion um den neuen Maksimir geht weiter
Eigentlich sollte die Präsentation des Siegerprojekts einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum neuen Maksimir darstellen.
Stattdessen ist eine neue Diskussion entstanden.
Der Siegerentwurf steht zwar fest, doch die aktuellen Aussagen aus der Politik und die Reaktionen aus der Öffentlichkeit zeigen, dass noch nicht jede Frage endgültig geklärt ist.
Für Zagreb und Dinamo beginnt damit eine neue Phase des Projekts – und es dürfte spannend bleiben, ob das Stadion am Ende tatsächlich so gebaut wird, wie es gestern erstmals präsentiert wurde.
Foto: HDZ



