Kroatiens Wirtschaftswachstum liegt deutlich über EU-Durchschnitt!
Das kroatische Bruttoinlandsprodukt (BIP) verzeichnete im 3. Quartal des letzten Jahres einen realen Anstieg um 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Damit liegt Kroatien an der Spitze der EU-Länder, während andere aktuell stagnieren oder negative Wachstumsraten verzeichnen.
Der aktuelle Aufschwung wird hauptsächlich vom Bausektor und dem Tourismussektor getrieben. Die Einführung des Euro hat Kroatien für Besucher aus dem Euroraum attraktiver gemacht. Allerdings kämpft das Land nach wie vor mit einer hohen Inflationsrate. Im Oktober letzen Jahres betrug diese auf Jahresbasis 9,6 Prozent.
Die Nationalbank erwartet jedoch eine deutliche Abschwächung des Inflationsdrucks für das Jahr 2024. Dies wäre eine positive Entwicklung für den Tourismussektor, da hohe Preise potenzielle Besucher abschrecken könnten. Die angespannte Lage auf dem kroatischen Arbeitsmarkt könnte die Lohnentwicklung und somit die Inflation weiter antreiben.
Der Gesamtbestand ausländischer Direktinvestitionen betrug 2022 etwa 38 Milliarden US-Dollar. Nach den Coronajahren wird erwartet, dass die Investitionen im Jahr 2023 wieder zunehmen. Dafür sprechen die Einführung des Euro und Kroatiens Beitritt zum Schengen-Raum. Das positive wirtschaftliche Umfeld und die Zahlungen aus Brüssel tragen ebenfalls dazu bei. Der Tourismus, die Energiebranche und die Landwirtschaft sind derzeit besonders attraktiv für ausländische Investoren. In jüngster Zeit gibt es auch vermehrt Projekte im Logistikbereich.
Quelle: GTAI (Germany Trade and Invest)
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