Dinamo startet mit 0:0 in die Europa League – Kotarski rettet den Punkt
Von Kroatien News Redaktion·17. September 2026 um 08:11

GNK Dinamo Zagreb ist mit einem torlosen Unentschieden in die Europa-League-Saison gestartet. Der kroatische Meister kam am Mittwochabend im Bukarester Giulești-Stadion gegen den israelischen Meister Hapoel Beer Sheva zu einem 0:0.
Für Dinamo war es ein schwieriger Abend. Nach einem ordentlichen Beginn übernahmen die Israelis zunehmend die Kontrolle und erspielten sich mehrere gute Möglichkeiten. Am Ende konnten sich die Zagreber vor allem bei Torhüter Dominik Kotarski bedanken, der mehrfach entscheidend eingriff.
Dinamo startet gut, verliert aber den Zugriff
Die Mannschaft von Trainer Mario Kovačević begann zunächst mutig. Bereits in den ersten Minuten kam Dinamo zu ersten Angriffen. Mislav Oršić hatte nach einer Hereingabe von Mateo Lisica eine frühe Möglichkeit, sein Schuss wurde jedoch abgeblockt.
Auch Luka Stojković sorgte mit seinen Aktionen für Gefahr. Die gute Anfangsphase dauerte allerdings nicht lange.
Nach rund zehn Minuten übernahm Hapoel zunehmend das Kommando. Dinamo zog sich immer weiter zurück und hatte Schwierigkeiten, den Ball über längere Zeit in den eigenen Reihen zu halten.
Hapoel trifft den Pfosten
In der 25. Minute hatte Hapoel die bis dahin beste Chance des Spiels.
Amankwah Forson kam aus aussichtsreicher Position zum Abschluss, sein Schuss traf jedoch nur den Pfosten. Dinamo hatte in dieser Situation Glück.
Kurz vor der Pause musste Kotarski erneut eingreifen. Einen gefährlichen Distanzschuss von Zahi Ahmad konnte der Dinamo-Torhüter entschärfen.
Zu diesem Zeitpunkt war bereits deutlich, dass die Kroaten vor allem defensiv gefordert waren.
Kačavenda muss verletzt raus
Zusätzlich musste Kovačević bereits in der ersten Halbzeit verletzungsbedingt wechseln. Luka Kačavenda bekam Rückenprobleme und konnte nicht weiterspielen. Für ihn kam Miha Zajc in die Partie.
Dinamo musste damit bereits früh eine weitere Option im Mittelfeld ersetzen.
Der kroatische Meister ging dennoch ohne Gegentor in die Pause.
Oršić mit Dinamos bester Gelegenheit
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Dinamo zunächst wieder etwas aktiver.
Bereits in der 46. Minute hatte Mislav Oršić die beste Gelegenheit der Zagreber. Sein Schuss aus spitzem Winkel ging jedoch direkt auf Hapoel-Torhüter Ofir Marciano, der den Versuch parieren konnte.
Anschließend übernahm Hapoel wieder die Initiative.
In der 52. Minute musste Kotarski erneut sein Können zeigen. Nach einer Flanke kam Igor Zlatanović zum Kopfball und setzte den Ball gefährlich in Richtung Tor. Kotarski reagierte stark und verhinderte den Rückstand.
Mišić verhindert späten Rückstand
Auch in der Schlussphase blieb Hapoel gefährlich.
In der 73. Minute verlor Dinamo den Ball in einer gefährlichen Situation. Hapoels East setzte sich durch und spielte den Ball auf den frei stehenden Zlatanović. Kapitän Josip Mišić war jedoch rechtzeitig zur Stelle und verhinderte mit einer wichtigen Rettungsaktion eine große Torchance.
Dinamo konzentrierte sich in den letzten Minuten zunehmend darauf, das eigene Tor zu verteidigen.
Das gelang.
Nach 90 Minuten plus Nachspielzeit stand ein 0:0 auf der Anzeigetafel.
Kotarski wird zum wichtigsten Mann
Während Dinamo offensiv nur wenige Akzente setzen konnte, überzeugte vor allem Torhüter Dominik Kotarski.
Mehrfach bewahrte der 25-Jährige seine Mannschaft vor einem Gegentreffer und hatte damit entscheidenden Anteil daran, dass Dinamo zumindest einen Punkt aus Bukarest mitnimmt.
Trainer Kovačević zeigte sich nach dem Spiel entsprechend zufrieden mit der defensiven Leistung seiner Mannschaft. Der Punkt sei angesichts des Spielverlaufs ein realistisches Ergebnis. Gleichzeitig räumte er ein, dass Dinamo offensiv mehr hätte zeigen können.
Beljo und Radeljić fehlten
Dinamo musste in Bukarest zudem auf wichtige Spieler verzichten. Dion Drena Beljo, der bislang beste Torschütze der Mannschaft, stand verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Auch Stjepan Radeljić fehlte.
Die personellen Probleme machten die Aufgabe gegen einen unangenehmen Gegner zusätzlich schwierig.
Hapoel Beer Sheva hatte in der laufenden europäischen Saison bereits gezeigt, dass die Mannschaft international konkurrenzfähig ist. Entsprechend vorsichtig musste Dinamo auftreten.
Ein Punkt zum Auftakt
Mit dem 0:0 nimmt Dinamo zumindest einen Punkt aus Bukarest mit. Offensiv blieb der kroatische Meister allerdings vieles schuldig.
Der nächste Gegner in der Europa League wartet am 15. Oktober. Dann empfängt Dinamo im heimischen Maksimir den belgischen Klub Anderlecht.
Bis dahin wird Kovačević vor allem daran arbeiten müssen, seine Mannschaft offensiv wieder gefährlicher zu machen. Der Auftakt hat gezeigt: Defensiv konnte Dinamo den Punkt sichern – für mehr wird in den kommenden Spielen allerdings auch im Angriff deutlich mehr nötig sein.
Foto: Luka Stanzl / GNK Dinamo



