Mit 175 km/h durch Pula: Fahrer veröffentlicht seine rasanten Fahrten selbst
Von Kroatien News Redaktion·24. September 2026 um 11:43

Mit 175 km/h durch Pula, obwohl auf dem betreffenden Straßenabschnitt nur 50 km/h erlaubt waren: Ein 43-jähriger Motorradfahrer ist wegen mehrerer riskanter Fahrten ins Visier der Polizei geraten.
Besonders brisant ist dabei, dass der Mann seine Fahrten offenbar selbst in den sozialen Netzwerken veröffentlichte. Die Polizei wertete die veröffentlichten Aufnahmen aus und leitete anschließend ein Verfahren gegen den Fahrer ein.
Mit mehr als dreifacher Geschwindigkeit unterwegs
Auf einer der Aufnahmen ist deutlich zu sehen, wie das Motorrad mit 175 km/h unterwegs ist.
Auf der entsprechenden Straße innerhalb von Pula galt zu diesem Zeitpunkt jedoch eine Höchstgeschwindigkeit von lediglich 50 km/h.
Der Fahrer war damit mehr als dreimal so schnell unterwegs, wie es dort erlaubt war.
Für die Polizei handelt es sich dabei nicht um einen einmaligen Ausrutscher.
Zahlreiche Fahrten in sozialen Netzwerken veröffentlicht
Nach Angaben der istrischen Polizei hatte der 43-Jährige über einen längeren Zeitraum hinweg Videos seiner Motorradfahrten veröffentlicht.
Die Aufnahmen sollen zwischen Oktober vergangenen Jahres und September dieses Jahres entstanden beziehungsweise veröffentlicht worden sein.
Auf den Videos waren unter anderem Fahrten mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit zu sehen.
Durch die öffentlichen Beiträge konnte die Polizei die Aufnahmen auswerten und den Fahrer identifizieren.
Polizei warnt vor gefährlichem Verhalten
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass riskantes Fahren innerhalb von Städten nicht nur für den Fahrer selbst gefährlich ist.
Bei hohen Geschwindigkeiten bleibt deutlich weniger Zeit, um auf Fußgänger, andere Fahrzeuge oder unerwartete Situationen zu reagieren.
Besonders problematisch sei zudem die Veröffentlichung solcher Fahrten in sozialen Netzwerken. Dadurch könne der Eindruck entstehen, riskantes Verhalten im Straßenverkehr sei etwas, mit dem man Aufmerksamkeit oder Anerkennung gewinnen könne.
Die Polizei warnt deshalb ausdrücklich davor, solche Fahrweisen nachzuahmen.
Verfahren gegen den 43-Jährigen
Gegen den Motorradfahrer wurde inzwischen ein Verfahren wegen Verkehrsverstößen eingeleitet.
Die Behörden können dabei auch auf die vom Fahrer selbst veröffentlichten Aufnahmen zurückgreifen.
Der Fall zeigt einmal mehr, dass soziale Netzwerke für die Polizei inzwischen eine zusätzliche Informationsquelle darstellen können. Wer gefährliche Fahrten öffentlich dokumentiert und verbreitet, hinterlässt gleichzeitig Beweismaterial über das eigene Verhalten.
Ob und in welcher Höhe der 43-Jährige letztlich bestraft wird, wird im weiteren Verfahren entschieden.
Fest steht jedoch schon jetzt: 175 km/h bei erlaubten 50 km/h mitten in Pula sind nicht nur ein erheblicher Geschwindigkeitsverstoß, sondern können für andere Verkehrsteilnehmer lebensgefährlich werden.



