Terrorangriff in Belgrad: Serbien erhöht Terrorwarnstufe – Kroatien hatte bereits vor Reisen nach Serbien gewarnt
Von Kroatien News Redaktion·28. Oktober 2026 um 08:02

Nach einem Angriff auf einen Sicherheitsbeamten vor der israelischen Botschaft in Belgrad hat Serbien die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen. Kroatien hatte seine Bürger bereits zuvor vor möglichen Sicherheitsrisiken im Nachbarland gewarnt.
In der serbischen Hauptstadt Belgrad ist es in der Nacht auf Mittwoch zu einem schweren Zwischenfall vor der israelischen Botschaft gekommen. Ein mutmaßlich minderjähriger Angreifer soll einen Angehörigen der serbischen Gendarmerie mit zwei Messern attackiert haben. Der Sicherheitsbeamte reagierte nach Angaben des serbischen Innenministers in Selbstverteidigung und erschoss den Angreifer.
Der Vorfall ereignete sich am Mittwoch, dem 28. Oktober, gegen 00:15 Uhr. Innenminister Ivica Dačić bezeichnete die Tat als terroristischen Angriff. Anschließend ordnete er die höchste Terrorwarnstufe an. Der verletzte Beamte erlitt eine Schnittverletzung im Gesicht und befand sich nach Angaben der Behörden in stabilem Zustand.
Kroatien hatte bereits vor Reisen nach Serbien gewarnt
Auch in Kroatien wird die Entwicklung im Nachbarland aufmerksam verfolgt. Das kroatische Außenministerium hatte bereits am 20. Oktober seine Reisehinweise für Serbien aktualisiert.
Kroatischen Staatsbürgern wurde empfohlen, nicht notwendige Reisen nach Serbien aufzuschieben und bei unvermeidbaren Aufenthalten besondere Vorsicht walten zu lassen. Als Hintergrund wurden die politische Lage, die vorgezogene Parlamentswahl am 25. Oktober sowie mögliche Spannungen und Sicherheitsrisiken rund um den Wahltermin genannt.
Diese Reiseempfehlung wurde somit bereits vor dem Angriff in Belgrad ausgesprochen. Ein direkter Zusammenhang zwischen der damaligen Warnung und dem aktuellen Vorfall ist bislang nicht belegt.
Serbien verschärft die Sicherheitsmaßnahmen
Nach dem Angriff ordnete Innenminister Ivica Dačić die höchste Terrorwarnstufe an. Die Sicherheitskräfte sollen verstärkt an wichtigen Einrichtungen, kritischer Infrastruktur und Orten mit größeren Menschenansammlungen präsent sein.
Die Ermittler untersuchen unter anderem die Identität des mutmaßlichen Angreifers und mögliche extremistische Verbindungen. Nach Angaben des Innenministers sollen auf dem Instagram-Profil des Angreifers eine schwarze Flagge und Symbole der Terrororganisation „Islamischer Staat“ zu sehen gewesen sein.
Ob der Angriff tatsächlich mit einer terroristischen Organisation in Verbindung steht und welche Motive dahinterstehen, muss im Rahmen der laufenden Ermittlungen geklärt werden.
Gibt es neue Sicherheitsmaßnahmen in Kroatien?
Bislang liegen keine bestätigten Informationen darüber vor, dass Kroatien als direkte Reaktion auf den Angriff seine Terrorwarnstufe erhöht oder zusätzliche Grenzkontrollen angeordnet hat.
Für Reisende zwischen Kroatien und Serbien bleibt es deshalb wichtig, die aktuellen Reisehinweise der zuständigen Behörden zu beachten. Wer eine Fahrt nach Serbien plant, sollte sich vor der Abreise über die aktuelle Sicherheitslage informieren.
Der Angriff in Belgrad hat die Sicherheitslage in Serbien in den Fokus gerückt. Ob daraus weitere Maßnahmen mit Auswirkungen auf Kroatien folgen, bleibt abzuwarten.
Foto: Innenministerium Serbiens (MUP)



